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Radelnd durch die List in die Südstadt

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Heute nehme ich euch mal mit dem Rad durch die List in die Südstadt mit. Denn heute ist endlich mal ein schöner Tag. Es ist der erste Oktober und ein langes langes, sehr entspanntes Wochenende steht bevor. Schnell die Kamera und eines der Leih-Holzbikes aus der Gästeresidenz geschnappt und ich starte in diesen herrlichen Herbsttag.

Holzfahrrad steht vor der Eingangstreppe zur Gästeresidenz PelikanViertel

Die Pelikanstraße ist bedeckt mit Kastanien und auch der Pelikanplatz zeigt sich von seiner herbstlich-charmanten Seite.

Mein altes Smartphone habe ich auf dem Gepäckträger befestigt und die Fahrrad-App spaßeshalber aufgerufen, die mir anzeigt, dass ich auf die Podbielskistraße abbiegen soll. So ein Schmarrn, da weiß ich eine schönere Strecke in die Südstadt.

Ich überquere die Podbi. Seht ihr das kleine Ladengeschäft und Café von Bäcker Buck dort auf der linken Straßenseite?

Da geht’s in die Rubensstraße,

die in Richtung Eilenriede Stadtwald führt.

Die Walderseestraße ist quasi eine Parallelstraße zur Podbielskistraße. Dadurch, dass die Ampeln der Podbi so geschaltet sind, dass sich als Autofahrer kaum so etwas wie eine grüne Welle erwischen läßt (das liegt natürlich auch an der Stadtbahn) ist die Waldersee als Ausweichstrecke im Berufsverkehr sehr stark frequentiert. Sie hat kaum Ampeln, was allerdings wiederum auch dazu führt, dass die Fahrzeuge dort sehr – sagen wir mal – zügig unterwegs sind.

Dieser Zebrastreifen in die Eilenriede wird nicht von allen Autofahrern ernstgenommen oder überhaupt gesehen. Passt hier bitte auf. Es ist hier schon sehr oft zu sehr schlimmen Unfällen gekommen.

Gleich hinter dem Zebrastreifen befindet sich der Radweg und verschiedene Wege in die Eilenriede. Hundebesitzer/innen, die meinem Blog folgen, wissen wohin der Weg da rechts führt ;-).

Ich bewege mich weiter auf dem Radweg, atme die frische Luft ein und genieße meine Fahrt durch die Natur.

Nach wenigen Kilometern erreiche ich den Lister Turm.

Wenn ihr euch an der Ampel links haltet, dann kommt ihr übrigens über die Bernadotteallee direkt zum Erlebnis-Zoo Hannover.

Ich überquere die Kreuzung und fahre weiter – vorbei an den Prachtbauten der Waldersee- und Hohenzollernstraße.

Das da – am Ende der Straße – ist Hannovers berühmteste Keksfabrik.

Hübsche Altbauten, wohin das Auge reicht. Nicht nur darum ist die List der schönste Stadtteil der Leinestadt.

Bald schon spuckt mich der Wald-Radfahrweg wieder aus und ich bin beim Emmichplatz angekommen.

Ein kurzer Blick nach vorne in die Königstraße.

Und einer zurück auf die Musikhochschule Hannover.

Jetzt möchte die App, dass ich über den Schiffgraben weiter gen Süden radle.

Ich beschließe einen anderen Weg zu nehmen, überquere den – mit vielen bunten Blättern belegten Emmichplatz – folge der Scharnhorststraße, radle am Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege vorbei und biege danach rechts in die Leisewitzstraße ab.

Wodurch ich dann auf der Berliner Allee lande und damit bereits in Hannovers Südstadt angekommen bin.

Jedes Mal, wenn ich mit dem Auto an dieser urigen Kneipe mit dem Namen Crempel vorbeifahre, muß ich schmunzeln. Heute nutze ich die Gelegenheit mir dieses Unikat zumindest mal von außen etwas genauer anzuschauen.

Hinter der nahenden Kreuzung Marienstraße, Ecke Berliner Allee sind schon die Absperrungen aufgrund von Bauarbeiten in der Sallstraße gut zu erkennen. Wenn ihr hier rechts weiter fahrt, dann kommt ihr zum Aegidientorplatz (kurz Aegi genannt) – biegt ihr nach links, dann führt euch die Marienstraße zur Hans-Böckler-Allee und damit zum Pferdeturm.

Ab in die Sallstraße.

Es folgen für euch einige Herbstimpressionen aus der Südstadt – von der Sallstraße, dem Bertha-von-Suttner-Platz und der Stresemannallee.

Das Schönwalds in der Sallstraße lockt mit sonnigen Terrassenplätzen.

Die Speisenkarte spricht mit mir. Ich nehme die Herausforderung an und bestelle eine italienisch angehauchte Bulette. Mal sehen, ob die das hier wirklich können.

Die Bulette war okay. Der sonnige Tag drumherum jedoch um einiges besser.

Ich mache mich weiter auf den Weg, natürlich nicht ohne ein paar weitere Bilder zu machen.

Das ist die Bugenhagenkirche kurz vor dem Haspelfelder Weg. Einen Schönheitspreis holt sie sicher nicht, ist aber ja auch nicht wirklich wichtig. Für eine Kirche.

Am Spielplatz in der Tiefenriede angekommen, beobachte ich das allgemeine Treiben.

Die Mädels schaukeln.

Die Jungs machen ihr Ding.

Weiter geht es für mich an der Hoppenstedtwiese entlang. In der Südstadt nennen sie alle nur Spielwiese.

Nachdem ich den südlichsten Zipfel der 850 Hektar großen Eilenriede nun durchfahren habe, zeigt sich der Döhrener Turm an der Hildesheimer Straße im nachmittaglichen Sonnenlicht.

Und in einem herbstlichen Gewand.

Die Hildesheimer Straße, die – wie die Podbielskistraße  – eine der großen Zufahrtsstraßen in Hannover ist, ist auch an diesem Sonntag gut frequentiert. Ich überquere sie und bin nach wenigen Minuten wieder im leisen Grünen. Am Landwehrgraben.

Das ist der Arthur Menge Brunnen. Arthur Menge war in den Jahren 1927-1935 mal Oberbürgermeister von Hannover.

Nach dieser kurzen, letzten Waldstrecke erreiche ich das Rudolf-Bennigsen-Ufer des Maschsees – das an diesem sonnigen Tag zahlreiche Besucher anlockt.

Ein Blick auf das Maschsee-Bad (Strandbad) im Herbst.

Und ein letzter auf die Löwenbastion.

Vorbei an dem Eiswagen der Manufaktur Frioli, der an diesem Herbsttag hier irgendwie weniger deplatziert wirkt als noch an einem der vergangenen und verregneten Sommertage dieses Jahres.

Längsseits des Maschsees geht es für mich zurück in die List. Wer genau wissen will, wo ich lang gefahren bin, schaut in die Karte.

Habt alle ein entspanntes, langes Wochenende,

Euer Sherlock

 

 

 

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